Van der Valk Hotel

Hildesheim


Zwischen Fachwerkblick und Flügelklang.

Wo sind wir?

Hildesheim ist eine Stadt, die sich nicht aufplustert. Aber sie liegt klug: zentral in Deutschland, gut erreichbar, und mit Hannover als kulturellem Nachbarn in Reichweite. Der Marktplatz ist dabei nicht nur “Altstadt”, sondern Bühne — und das Hotel sitzt in der ersten Reihe.

Hotel

Der eigentliche Reiz beignnt an der Fassade: Der Marktplatz wurde rekonstruiert — und mehrere historische Fassaden prägen heute Teile des Hotelgebäudes (u.a. Stadtschänke/Bar und Wollenwebergildehaus/Restaurant). Das ist mehr als schön. Es ist diese seltene Mischung aus Stadtkante und Wärme, die man sonst eher in Italien oder den Niederlanden sucht.

Von der Rezeption aus öffnet sich das Haus wie ein kleiner Stadtplan. Entlang des Korridors, erwartet einen links das Restaurant, rechts die Bar, geradeaus das Licht — die Tür zum Marktplatz. Man kann das beinahe wie eine Regieanweisung lesen: Essen, Trinken, Stadt. Dazwischen setzt das Haus kleine Ruheinseln — ein Sitzplatz hier, ein Blick dort, warmes Licht statt Showbeleuchtung.

Morgens ist das Hotel wach, aber nicht hektisch. Beim Frühstück ist es genau dieser kleine Unterschied, der hängen bleibt: Live-Cooking für Eierspeisen — nicht als Event, sondern als Qualitätsgeste. Dazu die Honigwabe, ein Detail, das man nicht braucht, aber das den Moment veredelt. Solche Dinge sind im besten Sinne unspektakulär: Sie machen den Aufenthalt nicht größer, sondern besser.

Zimmer

Die Junior Suite “Tango” erzählt ihr eigenes kleines Raumgedicht in Ebenen. Unten: Ankommen, kurz sortieren, durchatmen. Ein paar Stufen höher: Schlafen — mit dem Gefühl, dass der Raum sich nicht aufdrängt, sondern trägt. Und oben: das Badezimmer als offenes Finale, großzügig, luftiger, mit Badewanne und einem Duschbereich, der nicht so tut, als wäre er groß — er ist es.

Der eigentliche Schlüssel ist aber die Seite. Zur Marktplatzseite hin wird das Zimmer zur Loge: Man schaut auf Architektur, auf Licht, auf diese ruhige, historische Ordnung. Zur Rückseite kippt das Bild ins Funktionale — Hinterhof, Nebenstraße, weniger Charme. Dieser Kontrast ist nicht schlimm, aber er ist real. Wer Hildesheim als Stimmung erleben will, nimmt den Blick nach vorne.

The Piano

Der Flügel ist ein Yamaha und steht in einem Salon, der mehr kann als “schön”. Weißer Stuck, hohe Decke, große Fenster. Der Raum wirkt wie ein heller Atemzug, mitten im Haus. Und genau da liegt die Pointe: Das Instrument steht nicht abseits, sondern an der Stelle, an der man automatisch vorbeikommt. Man läuft nicht “zum Klavier”, man trifft es. Es wartet nicht im Hinterzimmer auf Kenner, sondern steht da, wo das Haus sich entscheidet: Restaurant, Bar, Marktplatz — und dazwischen die Musik.

Und dann ist da die Sommer-Idee, die dem Ganzen einen schönen kulturellen Hebel gibt: Wenn die Türen Richtung Marktplatz geöffnet werden, kann Klaviermusik nach draußen fließen — nicht als Show, sondern als Teil des Platzes. Genau hier entsteht das, was Pure Piano Places ausmacht: Das Instrument ist nicht Dekor, sondern Atmosphäre mit Wirkung nach außen.

Spielerisch ist es solide, aber ehrlich: Der Anschlag eher leicht, nicht maximal kontrolliert. Man kann spielen, man kann Musik machen — aber man sollte nicht erwarten, dass der Flügel einem jedes Detail zurückgibt wie ein Konzertinstrument. Der Raum selbst ist optisch grandios, klanglich naturgemäß eher “glänzend”, weil harte Flächen und viel Volumen den Sound offen tragen. Ein Teppich würde den Klang runder machen. Aber vielleicht passt gerade diese leichte Ungebügeltheit: Musik, die nicht geschniegelt wirkt, sondern lebendig.

Kombinieren mit

  • Der Marktplatz (direkt vor der Tür)
    Hildesheim “Gute Stube” — mit rekonstruierten Fachwerkfassaden und dem berühmten Knochenhaueramtshaus als ikonischem Gegenüber. Wer abends zurück ins Hotel geht, läuft durch ein historisches Set, das tatsächlich echt wirkt.

  • UNESCO-Welterbe: Dom & St. Michael
    Zwei Orte, die norddeutsche Romanik auf Weltklasse-Niveau zeigen — erstaunlich nah und ideal für einen Sommer-Vormittag, bevor der Marktplatz wieder ruft.

  • Hannover als “Kulturverlängerung”
    Wenn man den Aufenthalt strecken möchte: Hannover liefert Konzert- und Klavierformate — zuletzt sogar mit einem eigenen Klassik-Festival im Pelikanviertel.

Kontakt & Buchung

Van der Valk Hotel Markt 4 31134 Hildesheim Deutschland +49 5121 3000

Direkt zur Hotelwebsite